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Mit dem Rucksack durch Skandinavien - Teil 1

Florian und Matthias erzählen uns von ihrer Interrail-Wander-Skandinavien-Rundtour. Mit dem Zug geht es über Stockholm nördlich des schwedischen Polarkreises. Von dort wollen sie sechs Tage lang wandern. Dann soll es mit dem Zug gen Osten gehen, zum finnischen Polarkreis. In der ersten Etappe geht es von Stuttgart nach Stockholm.

Die Reise ging schon abenteuerlich los. Als ich den Zug von Stuttgart nach Hamburg für mich und Matthias reservieren wollte, war der schon ausgebucht. Mir wurde gesagt, dass wir zwar mitfahren können, aber wenn der Zug nach Ansicht des Schaffners zu voll ist, könne er uns auch rausschmeißen. Es war Pfingstsonntag. Wir stiegen also in Stuttgart in den ICE mit der Befürchtung, an der nächsten Station aus dem überfüllten Zug geworfen zu werden.

Doch nichts dergleichen passierte. Wir setzten uns ins Bistro und blieben dort bis Hamburg völlig unbehelligt.

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Hamburg, 12:38 Uhr: Sonne. Die Frisur sitzt. Noch ist alles super.


Da wir zur Sicherheit einen Zug früher genommen hatten, blieben uns zwei Stunden in Hamburg. Wir sahen irgendeine Kirche, die Elbphilharmonie und die Speicherstadt.

Dann ging es weiter in den Norden.

Elbphilharmonie und Speicherstadt.
Hamburger Speicherstadt

Hamburg – Stockholm

Mit dem dänischen IC, der irgendwie mehr wie eine Bummelbahn wirkt, geht es über Kolding nach Kopenhagen und dann über den Öresund nach Malmö im südlichen Schweden. Damit haben wir an einem Tag drei Länder gesehen. Kurz nach Flensburg fällt uns in Dänemark gleich eines auf: Hier ist alles flach.

Wir sind jetzt 12 Stunden unterwegs, gut 12 weitere liegen vor uns. Noch ist es angenehm warm, Wasser und Proviant (darunter eine 1kg-Packung Gummibärchen) ausreichend vorhanden. Doch wie lange noch? Wie wird das im hohen Norden? Wie vielen Leuten werden wir begegnen? Wie gottverlassen ist diese Gegend 200 Kilometer nördlich des Polarkreises?

Mit dem Nachtzug geht es von Malmö nach Stockholm. Wir haben im Liegewagen reserviert, haben also zwei Betten. Im Abteil gibt es derer aber sechs, man kann also im Bett nicht mal aufrecht sitzen. Der Platz ist so eng bemessen, dass wir unsere großen Rucksäcke mit ins Bett nehmen. Besonders bequem ist es nicht, aber immerhin kann ich ein paar Stunden schlafen, was ich von den noch folgenden Zugnachtfahrten nicht behaupten kann.

So sehen schwedische Loks aus.
Unsere Lok in Malmö.
Das ist unser Wagen.
Am anderen Ende des Zuges unser Schlafwagen.

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