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Mit dem Rucksack durch Skandinavien - Teil 2

Florian und Matthias erzählen uns weiter von ihrer Interrail-Wander-Skandinavien-Rundtour. In ihrer zweiten Etappe wollten sie eigentlich in den hohen Norden, nach Kiruna, nördlich des Polarkreises. Doch es kommt anders.

In aller Herrgottsfrüh kommen mein treuer Reisegefährte Matthias und ich in Stockholm an. Um sechs Uhr morgens ist noch nicht viel los in Schwedens Hauptstadt. Unser Zug in den Norden nach Kiruna fährt gegen 18 Uhr, somit verbleiben uns 12 Stunden die Stadt zu erkunden. Wir verstauen unsere Rucksäcke am Bahnhof in Schließfächern und gönnen uns in der Altstadt, die ziemlich hübsch aussieht, ein ordentliches Frühstück mit Pancakes, heißer Schokolade und W-Lan. Letzteres muss ausgenutzt werden, wer weiß wann wir das nächste Mal wieder welches haben? Dann beginnt die Stadtbesichtigung.

Der Riksdag.
Der Riksdag
Das ist eine Jugendherberge.
Eine schwimmende Jugendherberge

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Das Stadshuset (Rathaus)

Nach einer schönen Sight-Seeing-Tour gönnen wir uns im Bahnhof noch ein paar unfassbar teure Burger, holen unsere Rucksäcke, gehen zum Gleis und steigen in unseren Zug nach Kiruna.

Stockholm – Kiruna

An unseren Plätzen angekommen müssen wir feststellen: Da sitzt schon jemand anderes! Ei der Dauß! Nach einer kurzen Konversation stellt sich heraus: Die haben gültige Fahrkarten! Sapperlot! Eine Durchsicht unserer Unterlagen zeigt: Wir nicht! Unsere Reservierung gilt für den Zug morgen, nicht heute! In einer Minute fährt der Zug los und wir haben keine Fahrkarte – in letzter Sekunde verlassen wir den Zug.

Stockholm, again

Als ich in Deutschland unsere tausend Züge reserviert habe, da war ich so froh, dass ich nach einer Stunde endlich alle Reservierungen hatte, dass ich die Daten nicht mehr kontrolliert habe. So kann ich jetzt leider nicht der Bahn-Angestellten im deutschen Reisezentrum die Schuld geben. Was für Konsequenzen hat das für unsere Reise? Ein Tag mehr in Stockholm, ein Tag weniger zum Wandern. Letzteres könnte uns später etwas in Bedrängnis bringen. Ersteres jetzt. Wir brauchen eine Unterkunft. Es ist Pfingstmontag, 18:30 Uhr, wir haben nicht reserviert.

Überraschend schnell finden wir in einem Hostel zwei bezahlbare freie Betten in einem Vierbettzimmer. Unser Zimmerkollege ist Litauer und hat sich in diesem Zimmer scheinbar häuslich eingerichtet. Er ist etwas seltsam, aber umgänglich. Wir machen uns frisch und stürzen uns ins Stockholmer Nachtleben.

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Nachdem wir am Hafen eine nette Bar gefunden hatten, sind wir gegen Mitternacht auf dem Weg zurück ins Hostel. Die Sonne ist zwar schon untergegangen, aber so richtig dunkel ist es nicht, eher dämmrig. Die ersten Vorboten der Polarnacht, bzw. des Polartags.

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