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Wildcampen in Schweden: Hilfe, wir haben kein Trinkwasser mehr!

Florian und Matthias wandern durch die wilde Natur Schwedens. Das ist anfangs noch abenteuerlich und spannend. Die erste Hürde haben sie genommen: Wege finden, wo keine sind. Doch jetzt haben sie ein viel größeres Problem: ihnen geht das Trinkwasser aus. Kilometer vom nächsten Wasserhahn entfern.

Wir sind in unserem Zeitplan schon weit hinterher. Schafften an einem Tag nur knapp ein Drittel der geplanten Strecke. Doch jetzt meldet sich ein neues Problem. Uns geht das Trinkwasser aus. Mein treuer Reisegefährte hilft sich schon mit Schnee aus. Doch wir wollen heute ja auch noch was essen und kochen. So steigen wir vom Berg hinunter und schlagen unser Zelt neben einem großen Schneefeld auf. Wir machen Gebrauch vom sogenannten Jedermannsrecht. Das erlaubt es uns, in freier Wildnis unser Zelt aufzuschlagen. Man muss also keine Campingplatzgebühr zahlen, das ist super.

Das Schneefeld ist unser Wasserspeicher. Mit der Sonne, die sich gegen 21 Uhr langsam mal gen Horizont neigt, fast schon romantisch.

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Wir machen ein kleines Lagerfeuer. Dort schmelzen wir in unseren Tassen etwas Schnee, trocknen unsere Schuhe und Socken.

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Mit unserem Kocher schmelzen wir einen ganzen Topf voll Schnee und kochen das Wasser damit auch gleich ab. Der Kocher ist ein einfacher Gaskocher, praktisch und tut seinen Dienst. Aber er ist eben kein Induktionsherd. Schnee schmilzt erstaunlich langsam und viel Schnee ergibt erstaunlich wenig Wasser. So ist jeder Tropfen kostbar. Wir machen uns damit Kakao, Tee und zum Essen Bulgur, versetzt mit Gewürzen und Salami. Für mich das erste Mal so komplett Wildcamping mit allem drum und dran.

Um Mitternacht gehen wir ins Bett. Aus dem Zelt heraus sehen wir immer noch das Alpenglühen am gegenüberliegenden Berghang. Wunderschön.

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Guten Morgen, Sonnenschein

Die erste Nacht im Zelt ist wesentlich angenehmer als erwartet. Ich habe die Warnung noch im Kopf, in der Nacht könne es Minusgrade geben. Also packe ich meine Winterklamotten aus und packe mich damit für die Nacht warm ein. Ich halte es keine zehn Minuten aus. Es ist warm, von Minusgraden keine Spur, da ändert auch das Schneefeld neben unserem Zelt nichts daran. Als wir nach einer langen und geruhsamen Nacht gegen 9 Uhr aus dem Zelt tapsen steht die Sonne schon hoch am Himmel an dem sich nur wenige weiße Wölkchen tummeln – es verspricht ein herrlicher Tag zu werden.

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The same procedure as gestern abend: Schneeschmelze zur Nahrungsaufnahme. Unser heutiges Königsmahl: Haferbrei mit Honig. Nach dem Essen gilt es ein Problem zu lösen. Wir haben Flaschen mit einem Fassungsvermögen von insgesamt etwa fünf Litern, aber kein Wasser. Bis wir so viel Schnee abkochen vergehen Stunden. Mein treuer Reisegefährte befüllt seine Flaschen mit Schnee. Ich tue es ihm erst gleich, doch es ist mühsam. Zudem erinnere ich mich an den Vortag. Viel Schnee ergibt wenig Wasser. Selbst wenn ich meine Flaschen randvoll mit Schnee fülle - das daraus gewonnene Wasser wird nicht lange halten. Da kommt mir eine überraschend pfiffige Idee. Ich nehme eine große unbenutzte Mülltüte und schaufele mit meiner Tasse Schnee hinein.

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Ich knote sie zusammen und lege sie in die Sonne. Während der Schnee darin schmilzt erledigen wir den Abwasch. Mit Schnee ist das allerdings gar nicht so einfach. Ebenso ungewohnt ist das Zähneputzen mit Schnee und das Gesichtwaschen mit Schnee ist sogar gänzlich unangenehm. So langsam wird mir bewusst, was für ein Luxus fließend Wasser doch ist.

Nachdem wir das Zelt abgebaut und unsere Rucksäcke gepackt haben, ist ein großer Teil meines Tüten-Schnees geschmolzen. Heraus kommen fast zwei Liter. Zwar ungefiltert und nicht abgekocht, aber es ist Wasser, das ist die Hauptsache.

Wildwechsel und Wildwasser

Erschreckend spät, es ist etwa 13 Uhr, kommen wir los. Das Wetter ist gut, vielleicht ein wenig zu gut, trotzdem sind wir frohen Mutes. Der Weg ist begehbar und wir kommen gut voran. Wir sehen sogar ein wildes Rentier! Nur wenige Meter von uns entfernt.

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Doch dann: the same procedure as gestern. Der Weg wird wieder matschig und sumpfig. Wir laufen mehr neben dem Weg als auf dem Weg, weil der immer mehr einem Bach gleicht. Und wenn der Weg mal fest und trocken ist, dann wird er plötzlich von einem richtigen Bach gekreuzt.

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Mit einem Sprung nicht zu überqueren, wir haben ja immer noch schwere Rucksäcke auf. Also behelfen wir uns und bauen eine kleine Brücke. Abenteuerlich, wie in einem Survival-Kurs.

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Aber wie in jedem guten Adventure-Spiel, wird der Schwierigkeitsgrad immer härter und so stehen wir wenige Meter später vor dem nächsten Bach.

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Er ist breiter als der erste Bach und brückengeeignetes Holz gibt es hier nicht im Überfluss. Gesunde Bäume wollen wir nicht fällen, zudem kostet es Zeit und die haben wir nicht. So suchen wir uns eine schmale Stelle und waten kurzerhand durch den Bach. Unsere Stiefel sind vom bisherigen Sumpfweg schon halb nass und bei den Temperaturen und der Sonneneinstrahlung sind sie bald wieder trocken, was zieren wir uns so?

Wenn möglich, bitte wenden

Was ich bisher als Sumpf bezeichnet habe, war meist nur sumpfartiger Matsch. Jetzt stehen wir vor einem richtigen Sumpf, zumindest laut Karte. Botaniker sind wir ja beide nicht. Vor uns liegt eine weite Wiesenfläche. Es sieht auf den ersten Blick einfach nur wie eine Wiese aus, doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Sie steht komplett unter Wasser.

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Bisher wussten wir nie, ob wir nass werden, wenn wir unseren Fuß aufsetzen. Sinkt man wenige Zentimeter ein oder mit dem ganzen Schuh? Jetzt stehen wir vor dem Sumpf. Sicher ist: trockenen Fußes kommen wir da nicht durch. Gestern hätten wir vielleicht nach einem Weg außen rum gesucht, aber nicht heute. Uns rennt die Zeit davon – außerdem sind wir abgehärtet. Anfangs weigere ich mich noch, spiele schon mit dem Gedanken umzukehren. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt. Ich wollte wandern und nicht durch Matsch waten. Schöne Landschaften sehen und keine vertrockneten Wälder. Doch ich muss den Tatsachen ins Auge blicken. Wir müssen da durch. Ich rechne mit dem Schlimmsten. Einsinken bis zum Knie bei jedem Schritt.

Doch es kommt anders als erwartet. Ja, wir sinken ein, aber nie weiter als bis zum Knöchel. Mir läuft zwar Wasser von oben in die Stiefel, aber es hätte viel schlimmer kommen können. Durch den gestrigen Tag geschult habe ich sogar einen Blick entwickelt, mit dem ich erkenne an welchen Stellen man weniger einsinkt. Ich komme mir vor wie Indiana Jones – dabei laufe ich eigentlich nur über eine nasse Wiese.

Egal. Heldenhaft meistern wir diese Hürde. Doch das nächste Problem steht schon vor der Tür.

Ihre Route wird berechnet

Wo ist unser Weg? Der ist irgendwie versumpft. Wir lassen uns davon nicht entmutigen, denn direkt hinter dem großen Sumpf steht ein Berg. Von da hat man bestimmt eine gute Aussicht. Wir kraxeln hinauf, hindurch mal wieder direkt durch die Botanik. Durch vertrocknete Bäume und Sträucher.

Doch vom Berggipfel hat man nicht die beste Aussicht, denn überall stehen Bäume rum und irgendwie sieht alles gleich aus. Uns kommt die bittere Erkenntnis: Nix Weg! Weg weg! Wir müssen also weiter querfeldein. Wir schauen auf der Karte nach der groben Richtung und stiefeln los. Kurze Zeit später gelangen wir an einen See.

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Für einen Moment bin ich überwältigt. Beim Stapfen durch die Wildnis habe ich meinen Blick oft auf den Boden gerichtet, damit ich im sumpfigen Matsch den stabilsten Grund finde. Ist der Boden nicht sumpfig, dann bin ich damit beschäftigt mir morsche Äste vom Gesicht fernzuhalten und mir Arme und Beine zerkratzen zu lassen. Da kommt dieser Anblick ziemlich unerwartet. Wir sind seit 24 Stunden keiner Menschenseele mehr begegnet und stehen jetzt vor einem Stück unberührter Natur. Wir hören nur das Rauschen des Windes, der uns sanft durchs Gesicht weht. Alle Strapazen sind vergessen. Ja, der Sumpf war anstrengend und dass wir gerade keinen Weg haben ist ebenso blöd wie nervig, aber was ist das für ein Anblick! Der blaue Himmel spiegelt sich im stillen See.

Meiner treuer Reisegfährte reißt mich aus meinen Gedanken. Wir hängen unglaublich hinter unserem Zeitplan her, wir müssen weiter. Und langsam geht unser Wasser zu Neige. Wir stehen zwar vor einem großen See, aber irgendwie ist uns nicht geheuer dabei, damit unsere Flaschen zu füllen. Der See erscheint uns zu moorig und etwas Wasser haben wir noch. Also gehen wir weiter.

Ein Wasser, bitte!

Der See war erst der Anfang. Wir kommen in eine ganze Seenlandschaft. Links und rechts ein jeweils großer See, zwischendrin hopsen wir auf einem immer kleiner werdenden Streifen Land. Ja, wir hopsen, denn wir springen von Grasinsel zu Grasinsel. Zwischendrin sind immer wieder mal große mal kleine Wasserlöcher. Keine Wiese mit matschigem Grund, sondern wirkliche Wasserlöcher. Es ist anstrengend und es kommt wie es kommen muss – unser Wasservorrat ist erschöpft.

Einschlägigen Warnungen zum Trotz und gegen unseren eigenen Willen füllen wir unsere Wasserflaschen mit Seewasser. 5 Liter ungefiltert und unabgekocht. Aber was sollen wir machen? Wir können in dieser Seenlandschaft nicht unser Zelt aufschlagen und gemütlich stundenlang unser Wasser abkochen. Wir müssen weiter, haben noch einen langen Weg vor uns. Das Wasser sieht zum Glück klar aus, das macht die Sache leichter und lässt mich vergessen welche Krankheitserreger da wohl so drin rumschwimmen. Im Moment ist es einfach nur durststillendes Wasser.

Wir lassen die großen Seen hinter uns, die ständigen Wasserlöcher bleiben. Was hier wie eine geschlossene Wiese aussieht, ist durchzogen mit kleinen Wasserkanälen.

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Erneut steht ein Berg vor uns. Den ursprünglichen Plan, daran vorbeizugehen, verwerfen wir. Wir überqueren ihn. Es zieht sich und ist unglaublich anstrengend. Seit Stunden brennt die Sonne vom Himmel. Wir kraxeln immer noch querfeldein, ein Weg hat sich immer noch nicht gefunden.

Noch schöner wäre der beschwerliche Aufstieg natürlich, wenn die Landschaft nicht so bräunlich wäre, sondern viel mehr grün. Doch wir sind wohl noch zu früh dran. Die Bäume fangen erst an zu sprießen. Wie grün wird es hier wohl in wenigen Wochen aussehen?

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Nach einer endlosen Ewigkeit sind wir auf dem Gipfel. Wir erahnen die E10, unser heutiges Ziel. Wir sehen auch den See, von dem laut Karte ein Weg zur E10 führt. Das stimmt uns positiv.

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Planänderung

Doch ein Blick auf die Uhr zeigt: Es ist 19 Uhr. Bis wir am See sind ist bestimmt 20 Uhr und bis wir an der E10 sind wird es noch viel später sein. Um diese Uhrzeit wird kein Bus mehr fahren und ob uns jemand per Anhalter mitnimmt ist ebenfalls fraglich. Wir treffen eine harte Entscheidung: Wir wandern nicht mehr nach Abisko. Wir haben in zwei Tagen knapp die Hälfte unserer ersten Etappe geschafft, wie wollen wir da in drei Tagen die restlichen Etappen schaffen? Wir beschließen heute Abend am See zu campen. Morgen gehen wir dann zur E10 und fahren mit Bus oder per Anhalter zurück nach Kiruna. Von dort fahren wir dann mit dem Zug nach Abisko und wandern noch ein oder zwei Tage im dortigen Nationalpark umher. Das erscheint uns in der derzeitigen Situation das Sinnvollste zu sein.

Also auf zum See. Leichter gesagt als getan. Wir haben immer noch keinen Weg. Müssen also mal wieder querfeldein mitten durch die vielzitierte Botanik. Das gestaltet sich diesmal aber besonders abenteuerlich. Denn während der Aufstieg eher gemächlich und fast schon sanft ansteigend war, ist der Abstieg stark abfallend, teilweise kommen wir uns vor wie an einem Steilhang.

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Wir halten uns fest wo es nur geht, doch die Bäume sind morsch, ständig kracht und knackt es, wir haben ja immer noch unsere schweren Rucksäcke auf, die nebenbei auch noch das Halten des Gleichgewichts maßgeblich erschweren. Die Bäume stehen dichter als sonst, was zwar die Sonneneinstrahlung ein wenig dimmt, doch unsere Rucksäcke und unsere Kleidung müssen einiges aushalten. Unsere Arme und Beine natürlich auch, aber mittlerweile spüre ich das Kratzen an der Haut kaum noch.

Mein treuer Reisegefährte ist erschöpft und will eine Pause machen, doch ich will weiter. Ich lasse ihn kurz verschnaufen und dann treibe ich ihn wieder an. Ich will raus hier. Raus aus diesem Wald, weg vom Abhang, ich will festen Boden unter den Füßen, ich will raus aus dieser unwirtlichen Wildnis! Um diese Plakerei vergessen zu machen muss sich die Natur heute aber noch ganz schön ins Zeug legen.

Irgendwann ist es geschafft, wir sind am Fuße des Berges angekommen, wir haben den See in Blickweite. Uns trennen nur noch wenige hundert Meter – und ein Zaun. Bald reißt mir der Geduldsfaden. Meine Laune ist im Keller. Wenn wir nicht am See campen können müssen wir entweder einen neuen See oder wieder ein Schneefeld finden, denn wir brauchen auch heute wieder Wasser zum Kochen. Außerdem wäre ein Bad auch mal was Schönes. So gehen wir am Zaun entlang und zum Glück finden wir einen offiziellen Durchgang durch den Zaun. Kein Loch, sondern ein richtiger Eingang.

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Meine Laune bessert sich. Endlich laufen wir auch wieder auf einem richtigen Weg. Der bringt zwar auch wieder etwas Sumpf mit sich, aber meiner steigenden Laune tut das keinen Abbruch. Wir laufen am See entlang und finden bald eine richtige Feuerstelle. Um einen Eisengrill stehen drei Holzbänke und in einem kleinen Verschlag liegt sogar ein großer Vorrat Feuerholz.

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Pack die Badehose aus!

Der Tag ist gerettet. Als wir noch auf dem Berg waren meinte mein treuer Reisegefährte, dass wir morgen früh im See baden können. Ich war von dieser Idee nicht sehr begeistert. Doch jetzt stehe ich vor dem See. Ich bin stundenlang über sumpfige Wege gewatet, habe mich durch Wälder geschlagen, habe Berge erklommen – jetzt will ich nur noch ins Wasser. Ich kann es kaum erwarten das Zelt aufzubauen, in meine Badehose zu schlüpfen und ins kühle Nass zu springen.

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Es wird dann kein Springen, sondern eher ein Staksen oder seltsames Gehen, denn es ist ein unberührter See, er hat keinen Sandstrand und keinen Steg. Am Ufer liegen große Steine, auf denen zu gehen ist gar nicht so leicht und ich hole mir, wie ich im Nachhinein bemerke, mehrere Schnitte in den Füßen. Egal. Es ist herrlich. Eiskalt, aber herrlich. Inmitten unberührter Wildnis bei wolkenlosem Himmel mit strahlender Sonne zu baden ist einfach toll. Und was für ein Genuss es ist, sich den Schweiß der vergangenen Stunden und Tage abzuwaschen – natürlich mit biologisch abbaubarer Naturseife! Während sich mein treuer Reisegefährte nur zu den Knien ins Wasser traut, tauche ich ganz unter. So kalt es ist, das muss einfach sein.

Am Ende des Weges steht ein Zelt am See

Ich verlassen den See gegen 21 Uhr, aber die Sonne ist immer noch hoch genug am Himmel um mich zu wärmen. Mir ist überhaupt nicht kalt. Noch eine Stunde später laufe ich nur in Badehose und Badelatschen umher – mehr als hundert Kilometer nördlich des Polarkreises, verrückt.

Wir füllen unseren Wasserkanister mit Wasser und haben jetzt etwa 10 Liter fließend Wasser direkt am Zelt. Können also ganz entspannt kochen. Und das tun wir auch.

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Gegen 23 Uhr geht die Sonne unter. Ich schnappe meine Kamera und eile an den See um ein schönes Foto zu machen. Eine halbe Stunde später ist sie immer noch nicht hinter dem Bergkamm verschwunden. Ich habe das mit dieser Polarnacht noch nicht so ganz drin. Aber egal. Mutter Natur, herzlichen Glückwunsch. Du hast es mal wieder geschafft.

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Wir essen gemütlich, mal wieder Bulgur mit Gewürzen und Salami. Der Blick auf die Uhr zeigt, es ist schon nach Mitternacht.

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