Der Sommer rückt näher und mit ihm kehrt die Markise zurück! Wir haben bereits einen Artikel über die richtige Markisenwahl veröffentlicht, doch ist mit dem Ankauf das Thema natürlich noch nicht abgeschlossen.
Das Markisentuch macht so einiges mit: Sonnenstrahlung, Hitze, Kälte, Nässe. Damit es diese Strapazen auch möglichst lange übersteht, sollte es regelmäßig gereinigt und gepflegt werden.
Das fängt mit relativ offensichtlichen Sachen an: So solltest du das Tuch beispielsweise niemals nass aufrollen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt und falls es mal sein muss, ist es wichtig, es so schnell wie möglich zu trocknen, sobald die Sonne wiederkehrt. Ansonsten bildet sich nach einigen Tagen Schimmel, der die Markise dauerhaft ruinieren kann.
Und das ist nur der Anfang!
Was tun, damit die Markise sauber bleibt?
Wer die Markise gar nicht erst dreckig werden lässt, kann sich viel Zeit beim Putzen sparen. Natürlich lässt sich Dreck auf dem Vordach nie ganz vermeiden, aber es gibt einige einfache Vorsichtsmaßnahmen, mit denen ihr das Schlimmste im Voraus verhindern könnt.
Nicht nur zum Brandschutz sollte man beispielsweise auf das Kochen oder Grillen unter der Markise verzichten. Denn die fetthaltigen Dämpfe hinterlassen nur schwer zu entfernende Spuren, die besonders eine Markise in angenehm hellen Tönen auf ewig verunstaltet. Auch wenn die Markise eine Erweiterung des Lebensraums im Reisemobil ist, sollte man sie also nicht als Küche nutzen.
In Pinienwäldern sammelt sich nach kurzer Zeit Harz, zusammen mit herunterfallenden Nadeln, auf der Markise an. Schützen kann man den Sonnenschutz vor den klebrigen Flecken, indem man eine dünne Plane, zum Beispiel eine Malerplane aus dem Baumarkt, über das Vordach wirft und sie mit Wäscheklammern am Tuch befestigt. Eine solche Plane ist auch der einzige effektive Schutz gegen Vogelkot. Sollten solche Hinterlassenschaften trotzdem auf der Markise landen, sollten sie möglichst schnell entfernt werden – das kann nämlich Verätzungen verursachen, die später nicht mehr wegzubekommen sind.
Wie reinige ich meine Markise am besten?
Wie gesagt ist es trotz aller Vorsicht nicht zu erwarten, dass das Vordach ewig sauber bleibt. Ist die Markise dann doch verdreckt, ist die Reinigung unumgänglich. Bringen Sie dafür die Stützen der Markise in eine tiefe Position, damit Wasser und Reinigungsmittel besser abfließen können. Besonders bei einer Markise, die aufgerollt und am Wohnmobil befestigt wird, ist es hier wichtig, sie vollständig auszurollen bevor man loslegt, damit sie erstens komplett gereinigt werden kann und sich zweitens keine Feuchtigkeit irgendwo im inneren Mechanismus absetzt, die dann zu Schimmel werden kann.
Die Grundreinigung beginnt mit einer weichen Bürste an einem langen Stiel. Mit ihr wird grober Schmutz entfernt. Anschließend kann die ausgefahrene Markise mit einem Gartenschlauch oder Dampfreiniger befeuchtet werden. Hier ist Vorsicht geboten, wenn man die Markise nicht beschädigen will: Niemals einen Hochdruckreiniger verwenden!
Dann wird die Markise mit einem Schwamm gereinigt. Mit einem Putzmittel und besagtem Schwamm können hartnäckige Flecken vorsichtig abgetupft werden. Reiben arbeitet den Schmutz oft nur noch tiefer ein. Daher ist es auch hier wichtig, mit sanfter Hand an die Reinigung heranzugehen.
Als Hausmittel können Gallseife oder Handwaschmittel hier auch helfen, ohne dass man zur teuren Chemiekeule greifen muss. Scharfe, chlorhaltige Reiniger sind dazu auch noch sehr aggressiv für den Stoff, bleichen die Farben aus und sollten ganz allgemein nicht verwendet werden. Für die eher natürlichen Verunreinigungen einer Markise ist sowas ohnehin unnötig. Alternativ kann man aber auch ein Spezialmittel aus dem Fachhandel verwenden, am besten geeignet ist hier alles, was auch für Segeltuch empfohlen wird. Diese Spezialreiniger haben den Vorteil, dass sie neben der Reinigung auch als Pflegemittel wirken.
