Die erste Reise mit dem Camper

Wir erklären euch, was ihr vor eurer ersten Camperreise überprüfen und beachten müsst.

Früher war Camping ein Erlebnis, auf das sich die ganze Familie das ganze Jahr über freuen konnte. Auch heute ist der erholsame Urlaub mitten in der Natur für viele ein unvergleichliches Urlaubserlebnis. Doch kommt mit dem Spaß auch der Stress, den die Vorbereitung auf einen Aufenthalt im Nirgendwo oft auszeichnet.

Dabei ist Camping nicht nur die günstigste Art, einen Urlaub in der Natur zu genießen, sondern bietet auch gewohnten Komfort in herrlicher Urlaubsidylle. Es bietet ein ganz besonderes Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, ganz nah an der Natur. Doch bevor wir unseren Urlaub auf alle unsere Wünsche anpassen können, müssen wir erstmal lernen, was bei der ersten Reise mit dem Camper auf keinen Fall fehlen darf.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete!

Wenn du den Traum vom Campingurlaub angreifen möchtest, dann solltest du dich zunächst von einem Experten oder erfahrenen Camper beraten lassen. Auch hier bietet das Internet natürlich eine hervorragende Gelegenheit, um sowohl Experten, als auch Zubehör aufzuspüren.

Gerade beim Camping ist die richtige Vorbereitung essenziell, sodass du einen erholsamen Campingurlaub haben und gleichzeitig viele tolle Urlaubseindrücke sammeln kannst. Es gibt auch viele Dinge, die wir, ganz egal wo wir campen wollen, immer mitnehmen sollten. Besonders Decken oder Schlafsäcke, Luftmatratzen sowie ein Campingtisch und Campingstühle sind essenziell für jeden Camper.

Je nach Bedarf kann man nebenbei auch Gerätschaften wie Fahrräder oder Multimedia-Technik, wie TV, Spielkonsole und Tablet PC oder Laptop mitnehmen. Viele campen, um der modernen digitalen Welt für eine Weile zu entkommen, doch das heißt nicht, dass das alle tun müssen. Wir können auch auf Reisen allen technologischen Komfort den wir wollen genießen.


Dein erster Campingtrip

Welche Straßenanforderungen muss ich bedenken?

Wohnwagen und Wohnmobile bieten dir viel Freiheit auf deinem Urlaub. Schließlich bist du viel flexibler, als jemand der an Ferienhaus oder Pensionen gebunden ist. Aber auch als Camper musst du einige Regeln beachten. 

Hier zeigen wir dir die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen für dich und dein Reisemobil.

  • Haftpflichtversicherung
  • Teil- oder Vollkaskoversicherung ist nicht obligatorisch, wird aber dennoch empfohlen, wenn du mit dem eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen in den Urlaub fährst
  • Kfz-Steuer für Wohnwagen und Wohnmobile

Da es sich bei deinem Wohnmobil um ein am Straßenverkehr teilnehmendes Kraftfahrzeug handelt, fällt zusätzlich eine Kfz-Steuer an, die sich nach der Schadstoffklasse und dem technisch zulässigen Gesamtgewicht richtet. Auch Wohnwagen werden besteuert.

  • Ohne TÜV geht es nicht auf die Straße

Du benötigst eine bestandene Hauptuntersuchung, um mit deinem Wohnmobil oder Wohnwagen auf öffentlichen Straßen zu  fahren.

  • Kontrolle der Gasanlage

Heizt oder kochst du mit Gas in deinem Wohnmobil oder Caravan, musst du die Gasanlage alle zwei Jahre in Form einer Gasprüfung auf Ihre Sicherheit kontrollieren lassen. Die Prüfung kann dabei entweder durch den TÜV, die DEKRA oder eine andere autorisierte Instanz durchgeführt werden.

  • Zollbestimmungen in Nicht-EU-Ländern

Wenn du deinen Camper nicht gewerblich nutzt, dann fallen innerhalb der EU keine Zölle an, das ist aber bei Nicht-EU-Ländern oft anders. Informiere dich daher vorher genau. 

  • Zulässige Höchstgeschwindigkeit beachten

Für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen gelten in Deutschland die gleichen Geschwindigkeitsvorschriften wie für PKWs.

Wiegt dein Wohnmobil zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen, darfst du auf der Autobahn und auf Kraftfahrstraßen maximal 100 km/h schnell fahren.

Für Wohnmobile über 7,5 Tonnen gilt eine maximale Geschwindigkeit von 60 km/h auf der Landstraße und von maximal 80 km/h auf der Autobahn, ähnlich wie bei Lastkraftwagen.

  • Sicherheitsvorschriften beim Ziehen von Wohnwagen

Dein Fahrzeug muss über zwei Außenspiegel verfügen, durch die du die Kanten des Hecks deines Wohnwagens sehen kannst. Während der Fahrt darf niemand deinen Wohnwagen betreten.

Bei einem einachsigen Wohnwagen oder einem zweiachsigen Fahrzeug mit einem Radstand von weniger als einem Meter musst du dazu auch noch zwei Unterlegkeile mitführen, wenn das zulässige Gesamtgewicht des Wohnwagens 750 kg überschreitet.

Dein Auto muss zum Gesamtgewicht des Wohnwagens passen. In den Fahrzeugpapieren ist das Gewicht deines Wohnwagens angegeben, damit du ihn noch ziehen kannst.

  • Parken oder Campen?

Generell kannst  du dein Wohnmobil überall dort abstellen, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Wenn dein Reisemobil mehr als 2,8 Tonnen wiegt, darfst du allerdings keine zwei Räder auf dem Gehweg abstellen und auf keinem reinen Pkw-Stellplatz parken – auch wenn du es mit einem entsprechenden Führerschein fahren dürftest.

Bei Wohnwagen sieht das anders aus. Wenn der Wagen vom Auto getrennt ist, kann es bis zu zwei Wochen auf einem öffentlichen Parkplatz abgestellt werden.

Wenn du deinen Wohnwagen nicht nur auf einem öffentlichen Parkplatz, sondern auch über Nacht abstellen möchtest, benötigst du eine Sondergenehmigung.

In Notfallsituationen, wie zum Beispiel, wenn du zu müde zum Fahren bist, kannst du allerdings eine Nacht auf dem öffentlichen Parkplatz mit dem angeschlossenen Wohnwagen schlafen.


Wie buche ich einen Campingplatz? Hab ich freie Wahl?

Es gibt zahlreiche Plattformen im Internet, auf denen du einen Campingplatz reservieren kannst. Dabei musst du immer das Datum angeben und bei bestimmten Campingplätzen kannst du dir auch einen Platz basierend auf bestimmten Kriterien aussuchen, wie zum Beispiel nach Meerblick oder Hundefreundlichkeit. Du kannst jedoch auch auf der jeweiligen Homepage deines gewünschten Campingplatzes telefonisch oder online reservieren.

Wie sollte ich mich gegenüber anderen verhalten?

Damit du deinen Urlaub genießen kannst, solltest du dich mit deinen Nachbarn auf dem Campingplatz gut verstehen. Auf jeden Campingplatz gibt es zwar eigene Regeln, aber einige Verhaltensregeln sind nie falsch am Platz, sodass eine gute Nachbarschaft gewährleistet ist. Wir haben dir die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

  • Biete deine Hilfe an, wenn du merkst, dass jemand etwas vergessen hat oder Hilfe benötigt.
  • Versuche unnötige Sichtbarrieren oder Stolperfallen, wie Wäscheleinen oder Kabel, zu vermeiden.
  • Kleide dich angemessen, aber auch so, dass du dich wohlfühlst.
  • Versuche etwas Ordnung zu halten und lasse nicht alles herumliegen oder verstreue kein Spielzeug. Bei manchen Campern stößt dies sauer auf. 
  • Grüße deine Camping-Nachbarn oder stell dich ihnen vor.
  • Komme deinen Nachbarn aber auch nicht zu nah. Bei abgesteckten Plätzen solltest du auch darauf achten, dass du genug Abstand hältst.
  • Drehe deine Musik oder deinen Fernseher nicht zu laut. Gerade die Mittags- und Nachtruhe solltest du einhalten.
  • Achte beim Grillen darauf, dass der Rauch nicht zu stark zu deinem Nachbarn zieht. Das Gleiche gilt beim Rauchen. Kein Nachbar mag es, wenn ihm ständig eine Rauchwolke entgegenfliegt.

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