Feuerlöscher für Wohnmobile im Vergleich

Wir informieren dich, welcher Feuerlöscher für dein Reisemobil der Richtige ist!

Es gibt viele verschiedene Arten an Feuerlöschern. Je nach Ausstattung deines Reisemobils werden unterschiedliche Löscher für dich besser geeignet sein als andere. Ein Löscher, der so viele Klassen wie möglich abdeckt, ist natürlich am besten.

Es gibt Schaumlöscher, Pulverlöscher, CO2-Löscher, Wasser-Feuerlöscher, Fettbrandlöscher … dazu noch Löschdecken, Päckchen und mehr.  Zum Löschen von Bränden einer bestimmten Klasse können unterschiedliche Formen von Löschmittel freigegeben sein. Dazu zählen Wasser-, Schaum, CO2 und Pulver, wobei es unter den Pulvern noch einmal Unterschiede gibt.

Als Feuerlöscher im Wohnmobil kommen für uns vor allem die Löschmittel Pulver und Schaum infrage. CO2 kann für spezielle Einsatzzwecke ebenfalls Verwendung finden. Nach einem Brandeinsatz oder nach unbeabsichtigter Betätigung müssen die Feuerlöscher wieder instand gesetzt werden, spätestens jedoch nach zwei Jahren.

Welchen Feuerlöscher brauche ich wofür?

Je nach Brand braucht man andere Feuerlöscher. Diese Arten von Bränden sind im Allgemeinen in Unterklassen aufzuteilen. Das in Flammen stehende Material gibt die Klasse an. Diese Einteilung ist dafür gemacht, das richtige Löschmittel für den richtigen Einsatzzweck auswählen zu können. Hier sind nicht alle Klassen aufgelistet, aber diese hier sind die wichtigsten für Fahrzeugbrände:

Brandklasse A:

Hierbei handelt es sich um feste Stoffe, die brennen. Hauptsächlich Organische, wie etwa Holz, aber auch viele Kunststoffe und Textilien. Brandklasse A zeichnet sich dadurch aus, dass das Feuerherz zwar brennbar ist, aber selten brandbeschleunigend wirkt.

Brandklasse B:

Stoffe, die flüssig sind, oder beim Brennen flüssig werden, machen Brandklasse B aus. Für Reisemobile heißt das zum Beispiel Benzin oder Diesel, Lacke, Teer, Wachs und die unter Hitze flüssig werdenden Kunststoffe.

Brandklasse C:

Zu Brandklasse C gehören gasförmige Stoffe, unter anderem auch Butan und Propan, was die meisten von uns in Gasflaschen mit sich führen.

Wichtig: Bei einem Gasbrand darf nur ein Löschversuch unternommen werden, wenn es möglich ist, die Gaszufuhr zuvor abzudrehen! Sonst ist die Gefahr viel zu groß und der Wohnwagen sollte schnellstmöglich verlassen werden.

Brandklasse F:

Unter die Brandklasse F fällt der Fettbrand in überhitzten Pfannen auf dem Herd, also wird dieser eher durch die Ausstattung als durch das Wohnmobil selbst ausgelöst. Da die meisten Wohnmobilherde mit Gas betrieben werden, ist eine schnelle, sehr starke Erhitzung des Kochgeschirrs gegeben. Ab einer Temperatur von 280 Grad, entzündet sich siedendes Fett von selbst, was in einem Wohnmobil erstaunlich schnell passieren kann.

Je nach Art des Brandes sind auch unterschiedliche Löscher notwendig, die mit der spezifischen Art des Feuers und Feuerherzens am besten fertig werden. Auch hier haben wir für euch die wichtigsten gesammelt.

Feuerlöscher im Überblick

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Pulverlöscher

Auch Pulverlöscher gibt es verschiedenen Ausführungen. Die Pulverlöscher mit Glutbrandpulver sind im Allgemeinen zum Löschen von Glutbränden geeignet. Sie sind ein Allrounder, die durch das Schmelzen des Pulvers eine Sperrschicht hinterlassen, die eine erneute Entzündung verhindert.

Allen Pulverlöschern gemein ist: Sie machen eine ordentliche Sauerei. Das Löschpulver verteilt sich großzügig in der kompletten Umgebung. Sie wird so stark eingenebelt, dass man vor allem in geschlossenen Räumen Probleme kriegen kann zu erkennen, wohin genau man den nächsten Löschstoß richten soll.

Das Pulver ist auch nicht nur schwer zu entfernen, sondern auch sehr korrosiv, muss also möglichst schnell entfernt werden. Dafür sind Pulverlöscher effektiv und günstig. Man muss nur hart daran arbeiten, Folgeschäden zu vermeiden. Besonders in Fahrzeugen kann das schwierig sein, weswegen Pulverlöscher für Reisemobile nicht ideal sind. Ein korrosiver Schaden hier kann das Fahrzeug lahmlegen.

Schaumlöscher

Diese Feuerlöscher sind die saubere Alternative zum Pulverlöscher. Sie eignen sich für Brände unter fester Glut und Flammenbildung bei festen und flüssigen Stoffen. Allerdings können damit nur Brände der Klasse A und B bekämpft werden.

Mit Schaumlöschern ist ein zielgerichteterer Einsatz möglich, als mit Pulverlöschern. Sie sind deutlich leichter zu entfernen und verursachen daher weniger Schaden, sind aber nur limitierter einsetzbar. Wenn deine Gasanlage in Brand gerät, ist ein Schaumlöscher nutzlos und potenziell sogar gefährlich. Da Gasbrände jedoch recht selten sind und daher so gefährlich, dass Flucht wahrscheinlich ohnehin die beste Option ist, mag das vielleicht kein Problem für dich sein.

Feuerlöscher-Spray

Wer Platzprobleme hat, sollte vielleicht zum Feuerlöscher-Spray greifen. Handlich und praktisch zu verstauen sind sie eher für kleinere Feuer geeignet, als für wilde Brände. Besser als gar nichts sind sie im Fall der Fälle aber allemal.

Löschdecke

Eine Löschdecke ist ideal, um kleine Brände z. B. in der Küche schnell unter Kontrolle zu bringen. Auch wenn sie weniger handlich ist, als ein Feuerlöscher, und man mit ihr näher an den Brand heranmuss, ist sie eine komplett abfallfreie Option fürs Feuerlöschen.

Fazit

Der Feuerlöscher ist laut dem Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Dennoch ist er für die eigene Sicherheit und zur Schadensbegrenzung im Wohnmobil sicherlich von Vorteil, insbesondere bei Wohnmobilen und Wohnwagen, bei denen zusätzliche Gefahren durch brennende Pfannen oder Kurzschlüsse beim Kochen drohen.

Beim Einsatz eines Feuerlöschers immer auf die freigegebenen Brandklassen achten: Insbesondere bei Fett- oder Speiseölbränden kann der Einsatz eines nicht freigegebenen Feuerlöschers fatale Folgen haben.

Bei Fahrten ins Ausland müssen vorab die länderspezifischen Vorgaben zum Mitführen eines Feuerlöschers recherchiert werden.

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