Wohnmobil kühlen: Unsere Tipps gegen Hitze im Camper

So kannst du dein Wohnmobil gegen die kommende Sommerhitze abschirmen!

Hitze in Wohnmobil oder Wohnwagen kann häufig sehr extrem sein, gerade wenn es in südliche Regionen geht, in welchen es schon von Natur aus sehr warm ist. Und wenn das Fahrzeug sich dann erstmal so richtig aufgeheizt hat, wird es schwierig, es wieder zu kühlen. Genauso, wie wir im Winter durch Isolierung sicherstellen müssen, dass unsere Wohnmobile warm genug sind, müssen wir sie im Sommer kalt genug halten.

Manche mögen denken, dass einfach im Schatten zu parken genug wäre, doch bekommst du dann auch genug Strom in die Batterien aus deiner Solaranlage, oder verbrauchst du die ganze Energie dann wieder für die Klimaanlage? Und auch wenn du im Schatten parken kannst, im Schatten zu fahren wird deutlich schwieriger.

Hier mag auch eine Klimaanlage helfen, doch reicht diese oft nicht ganz aus, um ein ganzes Wohnmobil zu kühlen oder frisst absolute Unmengen an Strom. Aber es gibt Lösungen. Du hast jetzt noch die Möglichkeit, dir für den Sommerurlaub im nächsten Jahr eine Dachklimaanlage nachrüsten zu lassen. Dabei empfiehlt sich ein möglichst energiesparendes Gerät zu verwenden, die Kosten für das Aggregat sowie den Einbau kannst du mit ca. 2.000 Euro kalkulieren. In dem Zusammenhang kannst du auch über eine neue Lackierung nachdenken.  

Die Lackierung bzw. die Farbe deines Vans  entscheidet ebenfalls über die Temperaturentwicklung im Inneren. Sogenannte Reflexionskomponenten in der Farbmischung können die Sonneneinstrahlung um bis zu 90 Prozent absorbieren, dieser Effekt und der spezielle Lack können die Temperatur im Innenraum um ca. 10 Grad reduzieren. Auch die Farbe selbst kann helfen, da weiß beispielsweise stärker reflektiert als schwarz, selbst wenn es schimmert. Aber es gibt noch so viel mehr, was du tun kannst.

Welche Methoden & Tipps helfen dir beim Kühlen deines Wohnmobils? 


  • Wie bereits erwähnt: Im Schatten parken mag nicht die ultimative Lösung für alle Probleme sein, doch kann es helfen. Hierbei nicht vergessen, dass sich die Sonne über den Tag hinweg bewegt. Ein guter Schattenplatz bietet also auch nach der Wanderung der Sonne noch ausreichend Schatten. Lieber mittig unter einen Baum oder ein Unterdach.
  • Morgens und abends gut durchlüften, alle Türen und Fenster auf, damit die warme Luft nach draußen kann. Das schützt zwar nicht gegen Hitzeaufbau, aber hilft beim Hitzeabbau.
  • Durch das Aufbauen deiner Markise schützt du auch die Seitenwand vor weiterem warmen Licht. 
  • Fenster, Türen, Dachluken abdunkeln, hierzu kannst du Handtücher, Decken und natürlich auch Thermomatten verwenden. Thermomatten gibt es für das Cockpit schon passend zu den meisten Fahrzeugen, häufig sind diese sogar magnetisch.
  • Ventilatoren und Air-Quads entsprechend einsetzen, um kühle Luft in den Camper zu bringen.
  • Beim Camping lieber im Freien kochen, um zu verhindern, dass die Kochhitze auf das Rauminnere überläuft.
  • Kühlmatten oder Kühlakkus vorbereiten und auslegen, wenn es zu heiß wird. Sogenannte Freshmats oder Kühlungsmatten enthalten einen selbstregenerierenden Gelkern, der unter Druck mit dem Abkühlen beginnt. Ein weiterer Vorteil der Freshmats ist, dass sie keine externe Energiequelle benötigen.  
  • Eine Sprühflasche mit kaltem Wasser oder lauwarme Dusche kann im Fall der Fälle die nötige Abkühlung bieten. Hier aber darauf achten, nicht eiskalt zu duschen, da das nach sengender Hitze ungesunde Resultate haben kann, wenn der Körper die schnelle Umstellung nicht schafft.


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