5/12/2022
7 min
Michael

Camping Familienurlaub 2023 - Jetzt buchen oder abwarten?

Mit all den Unsicherheiten durch die Pandemie und Kriege in Europe, kann die Planung für die Zukunft schwer sein. Wir wollen euch helfen in all dem aktuellen Chaos trotzdem für den Urlaub 2023 zu planen und geben Tipps zum jetzt Buchen oder Abwarten!

Die Corona-Pandemie steuert langsam aber sicher in ihr viertes Jahr und Krieg in Europa macht immer mehr Regionen unsicher. Wir leben in Zeiten, in denen wir nicht wissen, wie die Welt in ein paar Monaten aussieht. Grenzen könnten schließen, neue Regeln könnten uns wieder in Quarantäne stecken. Die Unsicherheit, die daraus resultiert, betrifft uns alle. Und auch wenn das bei weitem nicht der größte oder wichtigste Faktor ist, hat sie auch einen Effekt auf unsere Urlaubsplanung.

Dazu kommen noch weitere Faktoren, die unsere Urlaubsplanung erschweren, wie die Preissteigerungen für Strom, Gas, Benzin und Lebensmittel. Viele warten daher im Moment lieber ab, als jetzt direkt ihren Urlaub zu planen. Wir wissen einfach noch nicht, wie sich der Kontostand entwickeln wird.

Doch wir brauchen eben Urlaub, besonders bei all dem Stress! Eine Pause ist ungemein wichtig! Nötig hätten wir ihn alle! Im Moment zögern jedoch noch viele Campingfreunde, aber auch andere, ihre Reisepläne für 2023 festzulegen. Es locken zwar massig angebotene Frühbucherrabatte, Flextarife und mögliche Ratenzahlungen, aber trotzdem sind die Menschen unsicher. Das Dezemberwetter, trist und grau und nass wie es zurzeit ist, lockt aber schon, sich um den nächsten Urlaub zu kümmern. 

Die Tendenz geht auch, wenn man Freunde und Bekannte  fragt, in Richtung in der Nähe bleiben und weniger zu Fernreisen. Aber müssen wir uns auf die Region beschränken? Was können wir beim Camping in Deutschland überhaupt erleben, wenn uns nicht der Sinn nach den Alpen oder der Ostsee steht?

Wichtig zu wissen ist, dass es immer Alternativen gibt. Es gibt Urlaub in Deutschland, den du noch nicht erlebt hat, nahe Urlaubsziele wie Frankreich oder Österreich, die relativ sicher sein sollten oder Spaß beim Wildcampen um die eigene Heimat herum! Egal, was ihr plant oder auf was ihr umplanen müsst, wir haben Tipps gesammelt, um euch zu helfen. Besonders für Familien wollen etwas den Stress aus der Situation nehmen, vor der wir alle stehen.

9 kleine Tipps für den nächsten Campingurlaub mit der Familie

  1. Wer als Familie in den Ferien in Urlaub gehen möchte, sollte den Sommerurlaub früh festmachen. Da gibt es noch eine große Auswahl an Campingplätzen und die oben erwähnten Frühbucherrabatte oder auch Messerabatte inklusive Kinderermäßigungen etc. Ja, die Situation sieht unsicher aus, aber frühes Handeln ist trotzdem wichtig, wenn man finanziell sichergehen möchte.
  2. Ratenzahlungsmöglichkeiten wie Paypal oder Klarna können hier ebenfalls helfen. In  England ist es schon länger üblich, den Urlaub in Raten zu finanzieren bzw. über einen Kredit. Das breitet sich auch in Europa aus. So kann man bei dem aktuellen finanziellen Stand buchen, ohne sich darum sorgen zu müssen, wie er zu Zeiten des Urlaubs aussieht.
  3. Die Grundregel für Urlaub in unsicheren Zeiten: Urlaub ja, teuer nein. Das kann bedeuten, dass man das Geld für den Urlaub selbst hinlegt und sich dafür während des Urlaubs etwas weniger von den teuren Lastern gönnt. Hier kein Eis, dort kein zweites Glas Wein. Man muss den Entschluss fassen und darf ihn nicht vergessen. Im Urlaub in Urlaubsstimmung und wenn mit der Karte bezahlt wird, kann man schnell mehr ausgeben, als man denken würde und dann ein böses Erwachen erleben. Das ist wie mit den guten Vorsätzen an Silvester, die am 3. Januar Schnee von gestern sind. Daher solltet ihr euch im Voraus in der Familie absprechen und euch gegenseitig zurückhalten.
  4. Wie das mit Krediten ist, machen sie eine Unternehmung durch die Zinsen, die dafür fällig werden, teurer als ursprünglich gedacht. Wer Urlaub auf Kredit machen möchte, sollte deshalb vorher abklären, wo es am günstigsten geht und wo man mit den niedrigsten Zinsen wegkommt. Selbst wenn der Reiseveranstalter den Kredit direkt anbietet, könnte es sein, dass die Hausbank günstiger ist. 
  5. Hier auch nicht vergessen, dass nur weil man in Raten zahlt, man nicht weniger zahlt. Unsere Psychologie kann uns hier den einen oder anderen Streich spielen. Wenn die Zahlen kleiner aussehen, bemerken wir sie weniger. Und wer auf Ratenzahlung in den Urlaub fährt, sollte sich bewusst sein, dass er oft auch noch nach dem Urlaub dafür bezahlt. Erst mit der letzten Rate ist die Zahlung für die Ferien wirklich vorbei.
  6. Wir haben bisher geraten, alles früh zu buchen, aber die gegenteilige Strategie hat auch ihre Vorteile. Man kann ebenso gut abwarten und auf die Last-Minute-Schnäppchen setzen. Freie Plätze, die noch übrig sind, werden oft zu schockierend geringen Preisen angeboten. Das kommt allerdings mit einem eigenen Risiko: Manchmal findet man einfach kein Schnäppchen und muss entweder den Urlaub abblasen oder mehr als gewollt zahlen.
  7. Auch Urlaub in der Nebensaison zu buchen, ist eine Option. Hier lohnt es sich, einen Blick auf den Feiertags- und Ferienkalender zu werfen. Manche Bundesländer haben schon sehr früh Sommerferien, andere sehr spät. Wer den Urlaub zu einer Zeit plant, wo alle anderen noch oder wieder in der Schule sind, bekommt deutlich bessere Angebote.
  8. Besonders Wochenendtrips lassen sich auch leicht kurzfristig unternehmen. Manchmal braucht man keine ein oder zwei Wochen, besonders wenn das Konto etwas knapp ist. In solchen Situationen können auch zwei oder drei Tage als Wochenendurlaub spaßig sein. Da man für die kurze Zeit weniger zahlt, kann man sich auch mehr gönnen, als sonst möglich wäre!
  9. Wer früh buchen will, kann darauf achten, ob es möglich ist, kurzfristig kostenlos zu stornieren. Eventuell gibt es das Angebot zum Frühbucherrabatt dazu. Das ist das Beste, was wir tun können, wenn man die unsichere Reisesituation bedenkt. Wer im letzten Moment absagen kann, läuft nicht Gefahr für etwas zu planen, das potenziell unmöglich ist.
Michael
Michael schreibt bei Camper4all zu den Themen wie Familienurlaub, Reisefahrzeuge, als Experte ist er für unser Magazin auch auf den Messen und Events unterwegs, immer auf der Suche nach den neusten Trends.

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