26/9/2022
7 min
Yannik

Drei gute Gründe für einen Defender mit Dachzelt

Für eine Reise nach Afrika, mit viel Offroading, braucht man andere Reisemobile als auf den befestigten Straßen in Deutschland. Heute teilen wir unsere Liebe für den Land Rover Defender mit euch und zeigen euch, wie ein Dachzelt ihn aufwertet.

Autos sind für die meisten Menschen nicht viel mehr als ein Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen. Sie machen unser Leben leichter und viele Wege angenehmer. Für manche Leute sind Autos auch Statussymbole, mit denen Erfolg und Reichtum nach Außen projiziert werden können. Doch da gibt es noch eine dritte Gruppe: Menschen, die ihr Auto lieben, für die es mehr als eine Blechschale mit vier Rädern ist. Ich zähle mich zu einhundert Prozent zur letzteren Gruppe. Nennen wir sie Autoliebhaber.

Manche Fahrzeuge schaffen es, Gefühle zu wecken. Fahrzeuge, die mehr sind als nur Fortbewegungsmittel, sondern ein Lebensgefühl vermitteln und beim Fahren Freude, Glücksgefühle und Zufriedenheit in uns auslösen. Diese sind die perfekten Basisfahrzeuge, Autos, die begeistern. Für mich ist das der Land Rover Defender. Dieses Fahrzeug ist so einfach, so simpel, so schlicht, so unspektakulär. Seine eckige Silhouette, die daran erinnert, wie Kleinkinder Autos malen, zeichnet den Defender aus. Jedes einzelne Teil an diesem Meisterwerk ist funktional und dient einem Zweck. Kein Schnickschnack, kein unnötiges Design.

Der Defender löst in mir ein Gefühl von grenzenloser Freiheit aus und erinnert mich immer an Afrika. Denn der Defender gehört zu Afrika wie Elefanten, Giraffen und weite Savannen. Hier können seine spezifischen Fähigkeiten von ihrer schönsten Seite strahlen: egal ob Offroad oder auf schlecht geteerten Straßen, der Defender bringt Dich ausnahmslos überall hin. Eines meiner großen Ziele im Leben ist eine Reise durch den Süden des Kontinents in einem Defender mit Dachzelt. Von Südafrika über Namibia, Botsuana, Simbabwe, Sambia, Malawi bis nach Tansania.

Doch was zeichnet das Reisen in einem Defender mit Dachzelt oder einem ausgebauten Defender aus? 

Offroad in Afrika mit dem Defender mit Dachzelt

„Offroad? Ich bitte darum.“ (Zitat: Land Rover Defender Werbung, 1970)

Dieses Zitat brachte die Defender-Serie ins Publikum. Und auch alle nachfolgenden Generationen des Defenders haben dasselbe Mindset. Sie wollen raus auf die unbefestigten Straßen dieser Welt, an Orte, die mit normalen Autos oder Vans nicht zu erreichen wären. Sie öffnen dir die Türen in entlegene Landschaften, unbewohnte Gegenden und die unbeschreiblich schöne Natur, die dieser Planet zu bieten hat. Egal ob auf Island in einem höher gelegten Defender Gletscher erkunden wie @benjaminhardman (Instagram), in Kapstadt und Umgebung Sanddünen, Nationalparks und Wälder entdecken wie @benjam (Instagram) oder auf einem Roadtrip durch Mittelamerika mit einem Baby im Defender wie @the_sunnysidephil und @karolinkracht.

Der Defender hat durch technische Merkmale wie den Allradantrieb oder die Möglichkeit, den Reifendruck vom Fahrersitz aus einzustellen, den großen Vorteil, an so gut wie alle Orte dieser Welt zu kommen, ohne Gefahr zu laufen, stecken zu bleiben.

Charakter und Individualität

Ein weiterer Grund für einen Defender ist sein Charakter und die Individualität, die in ihm steckt. Er ist der Urvater ganzer Generationen an Geländewagen und das merkt man dem Defender auch an. Die rustikale Ausstattung bietet zwar wenig Komfort, hat aber, wie zuvor beschrieben, immer einen Nutzen. Alles an und in diesem Fahrzeug hat einen Nutzen.

Außerdem hat der Defender schon seit Jahrzehnten Fans, sodass sich eine wahre Community gebildet hat, in der Gleichgesinnte aufeinandertreffen. Viele Defender haben auf den Lüftungsklappen vorne – der Defender hat unter der Frontscheibe zwei Klappen, die als Klimaanlage fungieren – einen Spruch, der alles über diese Community, das Lebensgefühl und den Defender aussagt: „One Life, Live It“. Diesen Spruch habe ich mir ein wenig zum Lebensmotto erklärt.

Die Dachzelt-Experience

Das Dachzelt kommt mit Vor- und Nachteilen. Jedoch können, wenn man darauf vorbereitet ist, auch hier die Vorteile überwiegen. Denn ein Dachzelt bringt ein anderes Leben auf Reisen mit sich als ein Campervan. Weniger Komfort, oft weniger Platz und keine Wände aus Blech. Gleichzeitig, aber auch mehr Verbundenheit zur Natur, ein einzigartiges Gefühl von Camping und mehr Platz im Innenraum des Autos für eine Küche, Garderobe und Spielzeuge wie Surfboards, Snowboards oder Ähnliches.

Ein Dachzelt ist definitiv angenehm, wenn es trocken ist und warm. In Gegenden wie Skandinavien kann es in den Wintermonaten in einem Dachzelt sehr ungemütlich werden, da man keine Dinge wie Standheizungen verbauen kann. Wer jedoch im Süden Europas, in Afrika oder Mittel- und Südamerika unterwegs ist kann mit einem Dachzelt viel Spaß und tolle Momente haben. Ich erinnere mich gerne an einen Morgen in Südafrika. 6.30 Uhr morgens, Drakensberge im Nordosten Südafrikas (genauer gesagt in Lesotho), einer der schönsten Sonnenaufgänge meines Lebens. Das Licht hat die ganze Weite des Tales, in dem wir waren, in ein unglaubliches Licht getaucht, die umliegenden Berge erstrahlten in einem dunklen Rot. Und inmitten dieser großen, leeren Wiese des Campingplatzes stand ein Defender mit aufgeklapptem Dachzelt. Aus dem geöffneten Eingang hingen vier Füße und der warme Dampf eines frisch gebrühten Kaffees flog aus dem Zelt. Die beiden Personen in dem Zelt hatten einen ganz besonderen Ausblick aus ihrem zwei Meter hohen Dachzelt. In diesem Moment standen für mich zwei Sachen fest: Ich war unendlich dankbar, diesen Moment an diesem Ort verbringen zu dürfen, und ich will mal da sitzen, wo diese Leute damals waren. In einem Defender, mit frischem Kaffee, unter einem Dachzelt. Die Augen auf dem Sonnenaufgang.

Falls auch ihr Interesse am Reisen mit Dachzelt habt, aber keinen Defender besitzt: Es kann trotzdem großartig sein. Ich habe hier in Portugal schon oft einen kleinen Renault Clio oder einen VW Polo mit Dachzelt gesehen. Der Defender hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, aber für euch kann jeder andere Wohnwagen genauso bedeutsam werden! Findet, was euch begeistert.

Gute Dachzelte gibt es zum Beispiel hier! Wer stattdessen die Unterschiede zwischen Aufstelldach und Hochdach vergleichen will, kann diese in einem anderen unserer Artikel finden!

Ich wünsche euch einen schönen Tag und hoffe, ich konnte meine Begeisterung für dieses ganz besondere Fahrzeug ein wenig auf Euch übertragen.

Yannik
Yannik ist seit vielen Jahren schon mit dem Van unterwegs. Auf Camper4all schreibt er zu seinen eigenen Erfahrungen die er bei seinen Reisen gesammelt hat. Aktuell befindet er sich mit dem Camper in Portugal

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