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Das solltet ihr als Camper in der Natur beachten

Campen in der Natur ist schön, aber auch mit der Verantwortung verbunden. Damit auch die Menschen nach euch noch die nahezu unberührte Natur genießen können, müssen sich alle an ein paar Regeln halten.

Nur auf ausgewiesen Campingplätzen campen

Das Schönste am Campen – nämlich der direkte Kontakt mit der Natur – ist auch gleichzeitig ein Dilemma: In den meisten europäischen Ländern ist das wilde Campen in der Natur verboten, und das hat seinen Grund: Naturschutz. Unsere Natur hat sensible Ökosysteme aufgebaut, die leicht zerstört werden können – und wir merken es nicht mal. In vielen Ländern Südeuropas ist Wildcampen dagegen komplett verboten, denn oft genug haben Camper ihren Müll liegen gelassen, Feuer gemacht und der Natur erheblichen Schaden zugefügt. Fürs Wildcampen in Deutschland muss man bis zu 2500 Euro Bußgeld zahlen, wenn man beispielsweise mit dem Wohnwagen in Naturschutzgebieten parkt und dabei erwischt wird.

Wildcampen nur dort, wo es auch erlaubt ist

In Skandinavien könnt ihr fast überall Wildcampen, Nationalparks und Naturreservate dagegen stehen unter Schutz. Auch in Schottland und in einigen Teilen der Schweiz gilt das Jedermannsrecht: Jedem ist es überall erlaubt, für eine Nacht sein Lager aufzuschlagen.

Achtet auf die Natur

Natürlich kann beim Wildcampen nicht jeder Grashalm verschont werden, aber achtet einfach darauf, wo ihr euer Lager aufschlagt und haltet euch an den schönen Spruch: "Take nothing but pictures. Leave nothing but footprints. Kill nothing but time."

Nehmt euren Müll wieder mit

Man ist versucht zu sagen, dass sich Müllentsorgung von selbst versteht, aber oft genug finden wir noch Überreste unserer Camping-Vorgänger selbst in den entlegensten Orten der Welt. Was mittlerweile alle wissen sollten: Plastik verrottet im Gegensatz zu anderen biologischen Stoffen nicht, sondern wird wenn dann nur kontinuierlich kleiner und zerstört mittlerweile weltweit Ökosysteme. Aber ihr solltet nicht nur alle Kunststoffe und Verpackungen wieder mitnehmen, sondern auch andere Lebensmittelüberreste, die nicht vor Ort gewachsen sind.

Wassertanks nicht in der Natur entleeren

Wer zeltet oder mit einem kleinen Van unterwegs ist, wird dieses Problem nicht haben. Aber alle, die mit einem größeren Wohnwagen unterwegs sind, der mit einer Spüle und/oder WC und Dusche ausgestattet ist, werden früher oder später mit einem vollen Wassertank durch die Gegend fahren. Dabei werden Grauwasser und Schwarzwasser unterschieden. Im Grauwasser befindet sich das Abwasser aus den Spülen, im Schwarzwasser sind die Fäkalien und Urin drin. Beides solltet ihr nicht einfach in der Natur oder über einem Gulli entsorgen. Im Grauwasser befinden sich nämlich die Überreste von Seifen und Shampoos und die haben im Regen- und Grundwasser nichts zu suchen. Und auch eure Fäkalien eignen sich nicht als Dünger für Pflanzen. Auf fast allen Campingplätzen findet ihr Entsorgungsstationen für Grau- und Schwarzwasser und die solltet ihr auch nutzen.

Verursacht keinen Lärm

1. Ihr seid nicht Zuhause. Und 2. nicht allein. Genauso wenig wie ihr im Hotel eine Party feiert und dabei alle anderen Gäste wachhaltet, solltet ihr das auch nicht beim Camping machen. Denn nicht nur Menschen halten gern Nachtruhe, sondern auch Tiere.

Beim Grillen auf Trockenheit achten

Unsere Sommer werden immer heißer, es regnet immer weniger. Dadurch steigt die Trockenheit und die Gefahr für flächendeckende Waldbrände. Wenn ihr beim Campen grillen wollt, solltet ihr deshalb darauf achten, dass euer Grill absolut dicht ist und keine glühende Kohle auf den Boden fällt. Wenn die Kohle vollständig abgekühlt ist, entsorgt ihr sie in der Restmülltonne. Essensreste kommen zu den Bio-Abfällen. Außerdem solltet ihr nur an ausgewiesenen Feuerstellen Feuer machen.

Naturseife nutzen

Ah, so ein kühles Bad direkt am Morgen! Näher zur Natur geht's nun wirklich nicht. Aber dann bitte auch mit Naturseife und nicht mit einem billigen Shampoo aus der Drogerie, das Mikroplastik, Duftstoffe, Konservierer und Silikone beinhaltet, die biologisch schwer bis nicht abbaubar sind. Naturseifen dagegen sind frei von synthetischen Inhaltsstoffen und enthalten nur pflanzliche Fette, Pflanzenextrakte und ätherische Öle.

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