16/12/2022
8 min.
Raphaela

Eine Reise mit dem Camper entlang der Donau von Regensburg bis nach Györ/Ungarn

Reisetipp: Regensburg, Deggendorf, Passau, Linz, Wien über Budapest nach Györ in Ungarn. Unterwegs mit dem Camper entlang der Donau

Vielleicht habt ihr ja schon einmal etwas von dem recht bekannten Donauradweg gehört, der von Passau bis Wien immer an der Donau entlang führt. Doch da ihr ja nicht mit dem Rad, sondern mit dem Camper unterwegs seid, habe ich die  Reiseroute, die ich euch vorschlagen möchte, um einige Kilometer und ein paar weitere sehenswerte Städte erweitert.

Beginnen wir unsere Reise entlang der Donau also in Regensburg, der Hauptstadt des Regierungsbezirks Oberpfalz.

Eine Reise mit dem Camper entlang der Donau von Regensburg bis nach Györ/Ungarn

Unser Start Regensburg in der Oberpfalz

Da Regensburg eine uralte Stadt ist -  erstmals erwähnt wurde sie um 770, ist aber wohl noch viel älter – und es in ihrer Altstadt oft einmal eng werden kann, empfiehlt es sich, den Camper vor einem Stadtbummel auf einem der vielen schönen Campingplätzen vor ihren Toren abzustellen und dann mit dem Bus in die Stadt zu fahren.

Viele Besucher von Regensburg beginnen ihren Rundgang durch die Stadt an der berühmten, Anfang des 12. Jahrhunderts erbauten Steinernen Brücke über die Donau, die sowieso nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad überquert werden darf. Von dort aus ist es nicht weit bis zum nächsten Wahrzeichen der Stadt, dem in der Altstadt gelegenen Dom. Aber nicht nur die beiden vorgenannten Sehenswürdigkeiten machen Regensburg zu einem lohnenden Ausflugsziel, sondern auch die gesamte Altstadt sowie das schöne Umland der Stadt. Am besten genießt man das Flair dieser altehrwürdigen, aber durch die Tagesbesucher aus ihrem Umland sowie die Studierenden ihrer Universität sehr lebendige Stadt in einer ihrer vielen schönen Cafés oder Gaststätten, wie etwa dem „Kneitinger“. Diese alteingesessene Brauereigaststätte mit ihrem wunderschönen Biergarten bietet neben gutem Bier auch leckere Braten und andere Spezialitäten, wie z. Bsp. die bekannten Regensburger Würste. Und wenn ihr entweder im Mai oder Ende August/Anfang  September in Regensburg seid, solltet ihr unbedingt die Dult, eine zu dieser Zeit auf dem an der Donau gelegenen Dultplatz stattfindende Kirmes, besuchen.

Den Camper abstellen kann man vor den Toren von Regensburg auf dem Internationalen Campingplatz „Naabtal-Pielenhofen“ oder in der Stadt selbst auf dem direkt an der Donau gelegenen „Campingplatz Azur“.

 Viel Natur und Erholung in Deggendorf

Von Regensburg aus machen wir nun einen kleinen Umweg nach der im Donautal und am Rand des Bayerischen Waldes gelegenen kreisfreien Stadt Deggendorf. Zwar bietet diese kleinste der von uns besuchten Städte außer dem historischen  Pferdemarkt und dem Katharinenspital nicht viele Sehenswürdigkeiten, dafür aber ganz viel Natur und Erholungsmöglichkeiten. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass man von diesem liebenswert ländlichen Ort aus wunderbare Ausflüge in den Bayerischen Wald unternehmen kann. Daneben bietet Deggendorf im Sommer viele Möglichkeiten Wassersport zu betreiben und im Winter heißt es hier „Ski und Rodel gut“. Und das ganze Jahr über laden viele Rad- und Wanderwege zum sporteln ein. Kulinarisch ist Deggendorf für seine verschiedenen Knödelvarianten bekannt.

Campen kann man bei Deggendorf entweder im „Boarisch Kongo“, einem Bauernhof mit Camperstellplatz oder auf dem – im Winter allerdings geschlossenen – Campingplatz „Donaustrandhaus“.

 Die Dreiflüssestadt Passau

Nach diesem erholsamen Aufenthalt in Deggendorf geht’s weiter in die Dreiflüssestadt Passau, in der die Donau mit ihrem blau-braunen Wasser auf die Flüsse Inn, dessen Wasser grünlich ist und die aus einem Moorgebiet kommende „schwarze“ Ilz trifft. Spätestens hier in diesem Dreiflüsseeck bietet sich eine Schifffahrt an. Aber auch von oben – am besten von der Passauer Burg, der Veste Oberhaus aus – ist der Zusammenfluss der 3 verschiedenfarbigen Flüsse schön anzusehen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der in der - verkehrstechnisch gesehen ebenfalls engen - Altstadt gelegene Passauer Dom. Da in Passau kulinarische Einflüsse aus verschiedenen Ländern und Regionen (wie z. Bsp. Niederbayern und Österreich) aufeinandertreffen gibt es nicht die EINE Passauer Spezialität, sondern für jeden etwas. Und Restaurants und Cafés gibt es hier sowieso auf Schritt und Tritt.

Den Camper abstellen kann man in Passau gut auf dem nur 10 Minuten Fußweg von der Innenstadt entfernten Stellplatz an der Ilzbrücke.

Fahren wir nun über die Grenze nach Österreich und immer an der Donau entlang in Richtung Linz. Zwar keine Stadt, aber trotzdem einen Zwischenstopp wert ist zum  einen der gleich nach der Grenze kommende Ort Engelhartszell, mit seinem noch bewirtschafteten Zisterzienserkloster, in dem man dort produzierte Waren – allen voran die feinen Klosterliköre – kaufen kann. Außerdem ist das zu Engelhartszell gehörende Örtchen Kasten nicht nur radler- sondern auch camperfreundlich, denn hier kann man bei einigen Bauern ganz privat campen. Eine weitere Perle am Wegesrand ist mit Sicherheit die Schlögener Schlinge, also das Gebiet bei dem Ort Schlögen, in dem die Donau eine sehenswerte Schlinge bildet.

Zwischenstopp in Linz

Aber nun mit dem Wohnmobil nach Österreich genauer nach Linz, der Hauptstadt von Oberösterreich und nach Wien und Graz drittgrößten Stadt Österreichs. Doch trotz ihrer Größe bietet die Stadt Linz nicht zuletzt durch ihre vielen Parks sowie ihren Zoo sehr viel Natur. Außerdem erwähnenswert ist, dass sich diese hübsche Stadt mittlerweile als Kulturstadt etabliert hat, in der man verschiedenste Konzerte und Theateraufführungen genießen kann. A propos genießen: Linz ist der Geburtsort der gleichnamigen Torte und Törtchen. Und wer es deftigen mag, kann in einem der vielen Imbisse der Stadt eine sogenannte „Burenwurst“ probieren, die aber nichts mit den Buren in Südafrika zu tun hat, sondern ihren Namen den Bauern verdankt

Übernachten könnt ihr in bzw bei Linz auf dem Campingplatz Pichlingersee.

 

 Weiter in die Hauptstadt nach Wien

Die nächste Stadt auf unserer Route ist schon die österreichische Hauptstadt Wien, die so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, dass wir nur ein paar davon erwähnen können, wie etwa den Stephansdom oder die Hofburg einschließlich der berühmten Hofreitschule. Am besten ihr stellt den Camper ab und schlendert einmal durch die ganze Altstadt von Wien. Einen Abstecher wert ist bestimmt auch der Prater mit seinem Riesenrad. Und abends solltet ihr unbedingt eines der vielen Theater der Stadt besuchen, denn nicht ohne Grund führen nicht wenige Abschlussfahrten von Deutsch-Leistungskursen nach Wien…

Kulinarisch kennt man Wien für sein berühmtes Schnitzel sowie viele süße Köstlichkeiten und die bekanntesten Getränke der Stadt sind wohl ihre Kaffeespezialitäten sowie der Heurige (Wein).

Den Camper abstellen könnt ihr in Wien auf dem Camping Wien West, dem Camping Neue Donau oder dem Donaupark Camping Klosterneuburg.

 Es geht nach Budapest in Ungarn

Nun verlassen wir Österreich und fahren weiter nach Ungarn und dessen Hauptstadt Budapest, für das dasselbe gilt wie für Wien: die Stadt hat einfach zu viele Sehenswürdigkeiten, um mehr als nur ein paar davon zu erwähnen. Vielleicht beginnt ihr eure Besichtigungstour einfach an dem wirklich imposanten, direkt an der Donau gelegenen Parlamentsgebäude und geht dann weiter zu der bekannten Fischerbastei und dem Burgviertel. Am besten ihr nehmt euch ein paar Tage Zeit und erkundet nach und nach die ganze Altstadt von Budapest. Und wenn ihr eine Pause einlegen wollt, habt ihr die Auswahl zwischen ganz vielen großen und kleinen Restaurants und Cafés, wo ihr beispielsweise ein leckeres Pörkölt (das ist das Gericht, das wir hierzulande als Gulasch kennen - wenn ihr in Ungarn ein Gulasch bestellt, bekommt ihr eine Art  Gulaschsuppe) und einen schönen Rotwein dazu. Für Vegetarier gibt es in der sehr fleischlastigen ungarischen Küche (noch) nicht allzu viel, aber vielleicht darf es einer der sehr deftigen Langozs z. Bsp. mit viel Knoblauch, Sauerrahm und Käse sein?

Den Camper abstellen kann man in Budapest z. Bsp. in der Campingarena Budapest, dem Haller Camping oder dem Abe Natura Camping.

Zum Abschluss in Györ

Zum Abschluss unserer Donaureise besuchen wir noch die ungarische Stadt Györ. Auch Györ hat zu viele Sehenswürdigkeiten, um sie hier alle aufzuzählen. Am besten ihr besucht einfach die Altstadt von Györ mitsamt der imposanten Benediktinerkirche und dem Rathaus der Stadt. Und nicht nur wenn ihr Kinder dabei habt, ist ein Besuch im städtischen Zoo bestimmt eine gute Idee. Auch in Györ gibt es – wie überall in Ungarn - gute Gulaschgerichte und Langozs und eine besondere Spezialität von Györ sind Kohlrouladen.

Ein paar schöne Campingplätze gibt es hier auch und zwar: den Campingplatz am Seeufer, das City Camping oder den Jokuti Campingplatz.

Raphaela

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