All-Inclusive-Urlaub oder Campen?

Wir zeigen euch die Vor- Und Nachteile, die All-Inclusive Resorts und Camping in der Natur mit sich bringen.

Jeder sehnt ihn sich herbei: Den Urlaub! Nach vielen anstrengenden Wochen und Monaten möchte man nur noch dem Alltagstrubel und -stress entkommen und endlich mal entspannen. Meistens sind aber das Kofferpacken, das Ankommen am Reiseziel und der ersehnte Urlaub selbst große Stressquellen. Warum kann nicht jemand anders für uns den Urlaub planen? Oder warum können wir nicht ohne Plan an den Urlaub rangehen und uns alles unterwegs überlegen?

Alternativ: Gehen wir lieber in ein Hotel mit dem All-Inclusive-Paket oder wagen wir uns ans Campen?

Für viele mag Camping etwas abschreckend sein, da es mehr Arbeit beinhaltet, als der übliche Hotelbesuch. Aber nicht für alle macht All-Inclusive mehr Spaß. Wir klären euch über die Vor- und Nachteile beider Optionen auf!


Vorteile All-Inclusive-Urlaub

All-Inclusive ist, wie der Name sagt, alles inklusive. Das heißt, dass man direkt beim Buchen schon weiß, wie viel man ausgeben wird. Natürlich gibt es keinen exakten Preis, da dieser je nach Hotel und Angebot unterschiedlich ausfallen kann. Wenn man sich dann jedoch für ein Hotel entschieden hat, weiß man, was auf einen zukommt. Da das Meiste im Preis inbegriffen ist, fallen dann auch nicht mehr viele zusätzliche Kosten an. Besonders bei abgelegenen Resorts kann man sich so auch die Suche nach Restaurants sparen. Dadurch sind aber auch spontane Wünsche, wie etwa ein Snack zwischendurch für die Kinder, schneller zu erfüllen, da man durch die Kennzeichnung des All-Inclusive-Pakets einfacher und schneller das Essen bekommt und vorher nicht ständig Geld rauskramen muss.

Neben der praktischen Essensversorgung bieten einige Hotels und Resorts auch ein festes Programm an, für das man auch nicht planen muss. So ist die Unterhaltung garantiert und man muss sich nicht erst umsehen, was in der Gegend interessant ist.

Nachteile All-Inclusive-Urlaub

Bevor man sich für einen All-Inclusive-Urlaub entscheidet, sollte man vorher verschiedene Hotels und Angebote miteinander vergleichen. Ein Nachteil ist allein schon, dass es keinen festen Preis oder einheitliche Angebote gibt, sondern dass der Preis je nach Hotel variieren kann. Einige Hotels bieten beispielsweise auch Wellness- oder Sportprogramme an, während andere das nicht tun. Da bei den All-Inclusive-Angeboten auch ziemlich viel geboten wird, kann man nicht immer auf ein Schnäppchen hoffen. Besonders ärgerlich ist es dann noch, wenn man mit dem Essen oder den Angeboten vor Ort am Ende nicht glücklich ist, da an diesem Punkt umplanen nahezu unmöglich ist.

All-inclusive Angebote eignen sich auch nicht für Leute, die flexibel bleiben und viel unternehmen möchten. Man lebt unter einem festen Zeitplan, und da man auch viel Geld für das All-Inclusive-Angebot bezahlt hat, möchte man dieses natürlich voll auskosten. Das bedeutet jedoch, dass man die meiste Zeit im Hotel verbringt und somit kaum etwas über die Menschen, die Kultur oder die Sehenswürdigkeiten in einem anderen Land erfahren kann. 

All Inklusiv Resort oder Campingplatz? Vor- und Nachteile

Vorteile Camping

Beim Campen gibt es eine besondere Gelassenheit und Flexibilität, da man frei entscheiden kann, wie lange man schlafen, was man tagsüber machen oder wann man essen möchte. Man ist an kein bestimmtes Programm oder eine bestimmte Zeit gebunden und kann somit selbst, je nach Lust und Laune, entscheiden, was man tun will. Außerdem ist man nicht nur an einen einzigen Ort gebunden, sondern kann viele verschiedene Orte erkunden. Und sollte es einem irgendwo nicht gefallen, kann man einfach weiterfahren. Man ist auch nicht daran gebunden, wo man ein gutes Hotel finden kann, und kann erkunden gehen, wo immer man will. So kann man verschiedene Strände oder Wälder besichtigen oder auch tief in die Berge fahren.

Insgesamt ist das Campen auch viel günstiger. Kinder können auch, anders als in einem Hotel, frei herumtoben und spielen und stören dabei niemanden. Generell ist die Zeit an der frischen Luft und in der Natur für viele von sich aus ein Vorteil, da man nicht nur rumsitzt und auch mal von der ganzen Elektronik wegkommt.

Nachteile Camping

Das Selberkochen ist insoweit ein Vorteil, dass es eine gewisse Sicherheit mit sich bringt, doch es ist ebenso ein Beispiel für einen Nachteil, da man nicht wirklich entspannen kann, sondern ähnlich wie zu Hause vieles beim Camping selber machen muss. Allein die vorherige Arbeit, die ganzen notwendigen Materialien und die Ausrüstung für das Campen zu beschaffen und einzuräumen bedeutet viel Kraft und Aufwand. Beim Ankommen am Campingplatz muss dann auch alles wieder ausgeräumt und aufgebaut werden. Das ganze wiederholt sich dann nochmal am Ende des Urlaubs oder deutlich öfter, wenn man an mehreren Orten campen möchte. Natürlich ist es auch schön, draußen in der Natur zu sein oder zu verschiedenen Orten zu reisen, doch dabei können die Bedingungen ziemlich unangenehm oder auch unhygienisch sein, wenn es an manchen Orten zum Beispiel keine oder nur schmutzige Bäder und Toiletten gibt. Zudem ist das ständige Hin- und Herfahren ebenfalls eher mühsam und stressig. Das ist nicht, was sich jeder unter Urlaub vorstellt.

Letzten Endes ist klar, weder All-Inclusive, noch Camping ist perfekt für jeden. Alles kommt mit Vor- und Nachteilen.

Es gibt eben nicht die eine “richtige” Art des Urlaubs, da man bei sowas immer auf persönliche Vorlieben und Abneigungen achten muss. Dennoch sollte man der anderen Variante gegenüber nicht allzu voreingenommen sein, da es für beide Urlaubsmöglichkeiten durchaus auch Vorteile gibt. Es lohnt, beides auszuprobieren.

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